All inclusive

Natürlich hatte ich mir als angehender Globaltrottel nicht so recht überlegt, wie ich überhaupt meine Nächte verbringen und ich welchen Bettchen ich schlafen würde.
 
Ich war gedanklich im Dschungel unterwegs und entdeckte bisher unbekannte Pflanzen und völlig unerforschte Insektenarten, die selbstverständlich alle nach mir benannt und in wissenschaftlich fundierten Büchern erscheinen würden.
 
Ansonsten wollten wir einfach mit den Menschen dort leben, praktisch „hautnah“ alles miterleben. Das war ebenfalls klar. Denn ich wollte etwas abhaben von den anderen Kulturen und nicht als Zuschauer aus dem Fenster meines Fünf-Sterne-Hotels auf die restliche Welt blicken. Was das tatsächlich bedeuten würde, das konnte ja kein Mensch ahnen!
 
Von den vielen Krabbeltieren, die ich bereits erwähnte, mal ganz abgesehen, so gestalteten sich die dortigen Lebensumstände in nicht unerheblichem Maße anders als bei uns zu Hause.

Die Möglichkeiten unserer nicht gerade gut betuchten Gastgeber waren demzufolge entsprechend begrenzt.  
 
Die gedankliche Umstellung und Gewöhnung an unsere nächtlichen Lagerstätten unterwegs erwies sich schwieriger als ursprünglich gedacht. Will heißen: Der Unterschied, die so genannte „Dritte Welt“ vom bequemen Sofa aus im Fernsehen zu betrachten oder ihr mit all meinen lebendigen Sinnen wahrhaftig zu begegnen war immens.
 

Der Slogan „Live with the people!“ klingt eben nur toll in den Ohren derer, die das noch nie gemacht haben.
 
Für alle, die jetzt verständnisvoll nicken, kann ich jedoch beruhigend und mit gutem Gewissen hinzufügen, dass der Mensch als einer der anpassungsfähigsten Kreaturen auf diesem Erdenball, sich erstaunlich schnell an neue Gegebenheiten gewöhnt und so gestaltete sich die Unterkunftssuche letztendlich recht einfach:

 
„Mit oder ohne Bett?“
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